Huelva könnte manch einer boshaft als das Bochum Spaniens bezeichnen. Die Provinzhauptstadt der gleichnamigen Region war im vergangenen Jahrhundert durch eine rege Bergwerkstätigkeit geprägt. Dies ist auch heute noch an der Architektur einiger Stadtviertel und ihrem englischen Stil zu sehen.
Das Viertel Reina Victoria ist als Arbeiterviertel bekannt, und die Landungsbrücke für Minerale (Bruce 1876) gehört zu den bemerkenswertesten ihrer Art. Auch die Geschäftsstraßen - Concepción und Avda Martin Alonso Pinzón - das Kolumbusdenkmal auf der Landzunge Punta del Sebo (Whitney 1929) sowie der Hafen lohnen einen Besuch. Bei Touristen beliebt sind das Kolumbusfest im August sowie das
Festival des Ibero-amerikanischen Films im Dezember.
Huelva ist eigentlich tartessischen Ursprungs. Die Tartesser hatten sich in der Antike am strategisch bedeutenden Ort zwischen den Flüssen Tinto und Odiel niedergelassen und das Antike Onus Baal (Festung von Baal) gegründet. Später hieß die Stadt unter den Römern Onuba Estauria.
Dieses von Alfons X im Jahr 1257 rückeroberte Land trug beim Erdbeben von 1755 schwere Schäden davon. Es sind jedoch einige Bauwerke aus der Zeit vor dem Beben, wie die Kirchen San Pedro und La Concepción (16 Jh.) und das einstige Mercedarier Kloster, die heutige Kathedrale (18 Jh.), erhalten.