Freitag, 30. Juli 2010 |
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Frühjahrsmüdigkeit: Wenn der Körper aus dem Winterschlaf erwachtLaut Schätzungen leidet pünktlich zum Frühlingsbeginn circa jeder zweite in Deutschland an Frühjahrmüdigkeit. Aber es gibt einiges, was den Körper bei der Umstellung zum Jahreszeitenwechsel unterstützen kann. Kälte, Regen, Sturm und sogar Schnee hatten Spanien ungewöhnlich lange im Griff. Und auch in Deutschland wollte der Winter einfach nicht enden. Seit dem 20. März ist nun endlich, zumindest kalendarisch, Frühlingsanfang. Während in Deutschland die Temperaturen nur zögerlich steigen, scheint in Spanien die für viele schönste Jahreszeit angekommen zu sein. Die Temperaturen steigen tagsüber wieder auf 20 Grad, der Himmel zeigt sich immer öfter von seiner blauen Seite und die Natur ist in Bewegung. Die Costa Blanca erstrahlt farbenprächtig. Während die Natur blüht und erwacht, wird der Mensch immer müder. Wir fühlen uns schlapp und müde, und dass obwohl der Schlaf eigentlich ausreichend war. Der Kreislauf kommt nicht in Schwung und irgendwie sind wir gereizt. Keine Angst, mit diesen Symptomen sind Sie nicht allein. Alle Jahre wieder, wenn der Frühling sich ankündigt, ereilt viele von uns das Phänomen der Frühjahrsmüdigkeit. Laut Schätzungen sind 50-70 % der Bevölkerung in Deutschland betroffen, wobei Frauen häufiger unter dem Jahreszeitenwechsel leiden als Männer. Die Ursachen sind bisher noch nicht eindeutig geklärt. Als gesichert jedoch gilt, dass Hormone mitverantwortlich für die Antriebsschwäche sind, die zumeist im März beginnt und sich schon mal 6 Wochen hinziehen kann. Zur besseren Anpassung reguliert unser Körper den Stoffwechsel und Hormonhaushalt den Jahreszeiten angemessen. Im Winter wird die Körpertemperatur leicht herabgesenkt, der Blutdruck steigt und das Schlafhormon Melatonin, auch Dunkelhormon genannt, wird verstärkt produziert. Dieses Drosseln des Körpers war in früheren Zeiten eine wichtige Überlebensstrategie, um die kalten Monate, in denen es nur wenig Nahrung gab, gut zu überstehen. Kaum ist dem Körper die Umstellung auf den Wintermodus gelungen, beginnt auch schon wieder der Frühling. Das Glückshormon Serotonin, dass zur Produktion Tageslicht braucht, wurde den Winter über aufgebraucht. Mit den ersten Sonnenstrahlen wird dessen Produktion wieder angeregt, die Körpertemperatur steigt und die Blutgefäße weiten sich. Diese Umstellung bereitet dem Körper einige Schwierigkeiten, die sich in den Symptomen Müdigkeit, Schwindel, Gereiztheit, Kopfschmerz und Antriebsschwäche äußern können. Die oft vitaminärmere und fettigere Winterkost, erschwert diese Umstellung zusätzlich. Um den Körper bei der Umstellung zu unterstützen und die Serotoninproduktion anzukurbeln, gibt es ein paar einfache Tricks: Viel frische Luft:
Vitaminreiche und leichte Kost:
Bewegung und Sport:
Wen die Frühjahrsmüdigkeit nicht mehr los lässt, sollte unbedingt einen Arzt aufsuchen. Zwar kann die Umstellung des Körpers bis zu zwei Monate dauern, alles darüber hinaus könnte aber andere Ursachen haben. Eine ähnliche Symptomatik wie die Frühjahrsmüdigkeit haben z.B. die Schilddrüsenunterfunktion, Depressionen und chronische Erschöpfung. |
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