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Jeder, der die Costa Blanca kennt und schon erkundet hat, weiß um ihre Schönheit. Weinberge, Orangenbaumfelder, herrliche Bergzüge, weiße Strände und kleine Buchten, sie sind es, die die Costa Blanca landschaftlich so reizvoll machen. Die wenigsten aber haben die Küste schon per Boot kennen lernen dürfen, obwohl die meisten Orte über malerische kleine Häfen verfügen und der Blick auf die Küste vom Meer aus auch sehr eindrucksvoll ist und noch so manche Überraschung bereithält. Ein Boot zu besitzen, ist eine teure Angelegenheit. Nicht nur die Anschaffung, sondern auch Liegeplatz, Wartung und Betankung gehen ins Geld. Aber warum nicht einfach mal ein Boot mieten? Eine unserer Mitarbeiterinnen hat es für sie ausprobiert.
Um 10 Uhr morgens, bei sonnigem Wetter und welliger See wurde der Anker im Hafen von Altea gelichtet. Das Boot schnittig, 150 PS mit Platz für bis zu 10 Personen. Für ein kleines Picknick auf dem Meer war die Kühltasche mit Leckereien und kalten Getränken gefüllt. Auch Sonnencreme und -hut sollten unbedingt mit an Bord, da so ein Bootstrip gut und gerne 8 Stunden permanente Sonneneinstrahlung bedeuten kann. Selbst im Herbst oder Winter sollte man die Kraft der Sonne nicht unterschätzen. Ebenfalls mit dabei sein sollte ein aufgeladenes Handy, damit man im Notfall schnell Hilfe rufen kann. Bevor es losgeht, sollte alles gut verstaut werden, damit sich die mit an Bord gebrachten Habseligkeiten nicht auf dem Meer verteilen.
Das erste Ziel an diesem Tag sollte Benidorm, auch "Klein-Manhattan" genannt, sein, Diesen Beinahmen bekam das einstige Fischerdorf, da es nach Manhattan die Stadt mit den meisten Wolkenkratzern pro Einwohnern und Quadratmetern ist. Benidorm ist sicherlich nicht jedermanns Geschmack, aber von der Seeseite betrachtet hat die Skyline durchaus ihren Charme. Von hier aus, weit weg von dem Verkehrschaos, den Touristenmassen und dem ganz alltäglichen Großstadtwahnsinn liefert Benidorm die perfekte Kulisse, um auf die herrliche Ruhe draußen auf dem Meer mit einem kühlen Getränk anzustoßen.
Zurück geht es nach Altea. Schon von weitem erstrahlt das Wahrzeichen Alteas, die blaue Kuppel der Kirche "Virgen del Consuelo", im Sonnenlicht. Die malerische und ursprünglich gebliebene Altstadt Alteas, die terrassenförmig am Felsen hochsteigt, liefert mit ihren geweißten Häusern den kompletten Kontrast zu Benidorm. Hier sieht man ihn noch ganz deutlich, den mediterranen Charme der Küste. Der Hafen von Altea gehört zu den beliebtesten an der gesamten Costa Blanca, zum einem wegen der Wasserqualität, aber vor allem weil die Hälfte der 369 Liegeplätze Durchreisenden freigehalten wird.

Da Altea sozusagen der "Heimathafen" an diesem Tag ist, geht’s direkt weiter Richtung Moraira. Vorbei an Calpe, das eine ähnliche Kulisse wie Benidorm offenbart. Wunderschön, ja fast schon ergreifend ist es, mit dem Boot den Penon de Ifach, das Wahrzeichen der Costa Blanca, zu umfahren. Schon von Land aus hat er eine geradezu magische Ausstrahlung, aber in einem kleinen Boot, dicht am Fuße des Felsens sitzend, ist er atemberaubend schön. Es lohnt sich, den Motor abzustellen und diesen 332 Meter hohen Felsen vulkanischen Ursprungs auf sich wirken zu lassen.
Vom Ifach aus, kann man schon den Hafen von Moraira erkennen. Ziel aber ist die kleine Bucht "El Portet", die sich direkt hinter dem Hafen befindet. Der perfekte Ort, um den Anker zu werfen, sich ein wenig zu stärken und ein erfrischendes Bad im türkisblauen Meer zu nehmen. Die Bucht von El Portet ist sehr beliebt bei Bootsausflüglern, was man an der Anzahl der ankernden Boote erkennen kann. Kein Wunder! Zur linken den Penon de Ifach, zur rechten das "Cap d'Or", an dessen höchster Stelle ein alter Wehrturm thront, und geradeaus ein toller Blick auf die muschelförmige Bucht und die Berge. Wer gerne schnorchelt, sollte hier aufjedenfall untertauchen. Vor allem am Fuße des Cap d'Or gibt es unter Wasser einiges zu sehen.
Gestärkt und erfrischt geht es weiter Richtung Javea, vorbei an der spektakulären, einmaligen Steilküste. Die Klippen offenbaren immer wieder kleine Felsbuchten, in denen das Wasser teilweise so klar ist, dass man bis auf den Grund schauen kann. Vorbei geht’s an der Badebucht "Playa del Moraig" und kleineren Strandbuchten, die ausschließlich von Fischern genutzt werden. In der Bucht “La Granadella“ ist ankern fast schon ein Muss. Die wildbewachsene Sandbucht ist von Felsen eingerahmt und mit Steinkegeln geschmückt. Direkt hinter ihr ragt ein Pinienwald heraus. Die Bucht ist nicht nur für Boote und Strandgäste ein Traum, sondern ist zugleich auch ein Taucherparadies. Daher besonders hier auf Tauchbojen achten, damit niemand zu schaden kommt.
Der FKK-Strand "Playa Ambolo" trennt Granadella und das Cabo de la Nao. Dieser Bucht ist die kleine Insel "Isla del Descobridor" vorgelagert. Sie darf zwar nicht betreten werden, da sie zum Vogelschutzgebiet erklärt wurde, aber die Vögel bei ihrem Ab- und Anflug zu beobachten, entschädigt dafür.
Bis zum Cabo de la Nao, dem östlichsten Punkt der Costa Blanca, der die Bucht von Alicante und Valencia trennt, ist es jetzt nur noch ein Katzensprung. Sich dem Leuchtturm, der 116 Meter hoch über einem thront, von der Seeseite zu nähern, ist ein Foto wert. Direkt hinter dem Kap befindet sich das letzte Ausflugsziel für diesen Tag – Playa Portichol, der nach der vorgelagerten größeren Insel Portichol benannt ist. Bei der Anfahrt sollte man immer wieder mal ins Wasser schauen, da sich hier im kristallklaren Wasser Riffe und Felsen am Meeresgrund erkennen lassen. Das Gebiet rund um Portichol zeichnet sich durch viel kleinere und größere Höhlen aus, die nur mit dem Boot erreichbar sind.
Am späten Nachmittag geht es dann auf direktem Wege zurück nach Altea. Man sollte noch einmal den wunderschönen Küstenabschnitt auf sich wirken lassen. Jetzt, wo die Sonne sich langsam dem Horizont nähert, zaubert sie ein besonderes, warmes Licht und ihre Reflexionen auf dem Meer leuchten wie kleine Diamanten.


Um 18 Uhr erreichen unsere Mitarbeiterin und ihr Begleiter den Heimathafen. Bevor sie anlegen, muss das Boot an der Hafentankstelle wieder vollgetankt werden. Für diese Tour macht das knapp 50 Euro. Plus der Mietgebühr von 150 Euro für den ganzen Tag inklusive Versicherung, liegt man also bei 200 Euro. Je mehr Personen mit an Bord sind, umso günstiger wird es. Ein wenig geschafft (denn so eine Bootstour kann schon auch anstrengend sein), aber glücklich und um eine tolle Erfahrung reicher, gehen sie von Bord. Sie sind sich einig: „Ein tolles Erlebnis, dass sich jeder einmal gönnen sollte.“
Damit der Bootstrip ohne unangenehme Zwischenfälle abläuft, sollte man unbedingt ein paar Hinweise beachten:
- Taschen, Handtücher und andere Gegenstände gut verstauen. - Getränke, Sonnencreme und -hut, Mobiltelefon sollten mit an Bord - Raucher sollten sich ein Behältnis für die Zigarettenstummeln mitnehmen. Zigarettenkippen und sonstiger Unrat gehören nicht ins Meer und sollten an Land entsorgt werden. - Bei der Aus- und Einfahrt in einen Hafen gilt es Schrittgeschwindigkeit zu fahren. - Badezonen an Stränden, die meist durch Bojen gekennzeichnet werden, müssen respektiert werden. - Man sollte immer auf Wassersportler und vor allem auf Taucher, die sich selbst durch Schwimmbojen kennzeichnen, achten und großzügig umfahren. - Treiben irgendwelche Dinge im Meer wie z.B. Tüten, Holzstücke oder Plastikkanister, sollte man sie unbedingt umfahren, um den Rumpf oder die Bootsschraube nicht zu beschädigen. - Zwei aufeinander zufahrende Boote weichen sich beide nach rechts aus. - Es sollten niemals alle sich an Bord befindenden Personen gleichzeitig von Bord gehen, um im Meer ein Bad zu nehmen. - Beim Ankern ist immer darauf zu achten, dass der Anker gezogen hat, um ein Abtreiben zu vermeiden. - Alkohol am Bootssteuer wird genauso geahndet wie am Steuer eines Autos. - Während der Fahrt gilt es sich gut festzuhalten. Steht man während der Fahrt auf, sollte man sich innerhalb der Mittellinie des Bootes bewegen und eine leicht geduckte Haltung einnehmen. - Der Tankanzeige sollte immer im Auge behalten werden.
Lassen Sie sich vor Antritt der Fahrt eine ausführliche Einweisung durch den Bootsverleiher geben. Gut vorbereitet und bestens informiert steht einem eindrucksvollen Bootstrip entlang der Costa Blanca nichts mehr im Wege. Das Team von Hallo-Spanien.com wünscht Ihnen viel Spaß und tolle neue Eindrücke.
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